
„Nur mal kurz die Welt retten“, heißt es in einem populären Song des deutschen Singer-Songwriters Tim Bendzko.
Nein, um die ganze Welt geht es bei dem Thema nicht, aber immerhin darum als angehende Lehrkraft einen wichtigen Einsatz für die
Demokratiebildung zu leisten. „Lehrerinnen und Lehrer sollen Schülerinnen und Schüler zur Demokratie erziehen, sie sind
Akteure der Demokratie“, soweit Dr.Thomas Riecke-Baulecke, Präsident des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung
(ZSL).
Schule hat die Aufgabe, junge Menschen zu selbstverantwortlichem und
demokratischem Handeln in der Gesellschaft zu befähigen. Die
Grundlage bilden das Grundgesetz und die Landesverfassung. Angesichts der
aktuellen Diskussion um die politische Bildung und mögliche
Defizite in dieser staatsbürgerlich wichtigen Debatte kommt der
Demokratiebildung an Schulen eine noch bedeutendere Rolle zu.
Das Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Kirchheim unter Teck (Pädagogisches Fachseminar) hat mit der
Veranstaltung am 12. 06.2026 in der Kirchheimer Schlosskapelle dazu einen nachhaltigen und gewichtigen Beitrag geleistet. In der von
Christine Lay, Lehrbeauftragte für die Fächer Pädagogik und Pädagogische Psychologie, bestens vorbereiteten
Veranstaltung hatten die zukünftigen Fachlehrkräfte die Gelegenheit mit Mitgliedern des Landtages Baden -Württemberg,
Dr.Natalie Pfau-Weller und Andreas Schwarz, in einen Austausch zu treten. Dafür waren im Vorfeld Fragen von Seiten der
Anwärterinnen und Anwärter gesammelt wurden, die dann an die Anwesenden gestellt wurden. Neben der Moderation der Veranstaltung,
die auch teilweise von den kommenden Lehrkräften übernommen wurde, gab es für sie Partizipationsmöglichkeiten sich am
Gespräch zu beteiligen – ganz im Sinne der Veranstaltung. Die Politiker stellten sich offen und kompetent den Fragen und
unterstrichen die Bedeutung, die Lehrkräfte durch ihr Vorbild und ihr demokratisch gegründetes Wirken in den Klassenzimmern
haben. Eine sehr gelungene Veranstaltung und auch ein gutes Beispiel dafür, wie man der stark zunehmenden Politikverdrossenheit
begegnen kann.
29.06.2026, Winfried Müller